Opener "Brown Sugar"
Schon der Opener "Brown Sugar" brachte das Stadion zum Beben (obwohl
die Soundanlage mehr "Saft" vertragen hätte), Erinnerungen an ach so
gute Zeiten konnten nicht verhehlt werden. Obwohl ein großer Teil des Publikums
aus sehr jungen Leuten bestand, die die besten Zeiten der Stones nur aus Büchern
und Erzählungen kennen. Weiter im Programm gings mit dem alten Hadern
"Start me Up", beherzt gespielt.
Feuerspeiende Bühne
Richtig Stimmung im Publikum kam aber erst nach gut einer halben Stunde auf:
Der Klassiker "Sympahty for the Devil" stand auf dem Programm - dem
Publikum wurde nicht nur durch die plötzlich feuerspeiende Bühne heiss.
Trockeneis, Feuersäulen und Projektionen der Bühnentechniker gestalteten die
Darbietung dieser Nummer als unvergessliches Event. Diese Bühne ist im übrigen
eine Erwähung wert: Eine Konstruktion einem Raumschiff gleich, das im Stadion
gestrandet ist, mit auswechselbaren Hintergrundelementen und einer 600
Quadratmeter großen schwenkbaren Videowall.
House-Beats...
Überraschung im Mittelteil des Konzerts: Plötzlich klangen House-Beats von
"St. Germain" von der verlassenen Bühne - böse Zungen würden
behaupten, dass gerade hier die beste Stimmung des Konzerts geherrscht hat -
kollektives Tanzen auf der Tanzfläche des abgedeckten Stadion-Rasens.
Blues-Raritäten
Danach wurde ein kleines Podest inmitten des Stadions zur großen Bühne. Die
Stones geigten in bester Blues-Manier auf und zelebrierten alte Raritäten wie
"Street Fighting Man".
"I can't get no..."
Die Stimmung im Publikum stieg um Potenzen nach der Rückkehr auf die Hauptbühne,
wo wieder dem Rock'nRoll gehuldigt wurde. Eine alles andere als langweilige
Fassung von "Satisfaction" beendete mit einem Confetti-Regen den regulären
Teil, "Jumping Jack Flash" ging als leider einzige Zugabe in
minutenlange Ovationen über, die leider nicht durch eine weiter Zugabe belohnt
wurden, aber immerhin wurde noch ein kleines Feuerwerk gezündet.
"Braves" Publikum
Alles in allem ein gelungenes Greatest Hits-Konzert, genau was die Fans der
Band verlangt hatten. Kritik am Rande: Die Lautsprecheranlage war zwar visuell
beeindruckend, hätte aber etwas mehr Power vertragen. Über die akustischen
Verhältnisse in Stadien kann man sowieso streiten. Mitunter hätte man auch
meinen können, dass sich das Publikum etwas "fadisiert", jedenfalls
hat man bei Konzerten in Wien schon beherzteres Mitgehen der Konzertbesucher
erleben können.
Punktum: Danke für "das allerletze Konzert in Österreich, das man auf
jeden Fall gesehen haben muss" und bis zum nächsten Mal, liebe Rolling
Stones, wenn ihr Wien wieder beehrt. Die "Rock-Opas" muss man ja mal
gesehen haben.