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Ernst Happel Stadion Wien 
Tour

Ernst Happel Stadion, Prater, Wien
on Wednesday June 18th. 2003.

Around 60.000 people came out to the beautiful area of Prater in Vienna to enjoy the great visit on Ernst Happel Stadion. And they got what they came for, a great show with a lot of energy. Welcome back to Vienna Stones.

 

Set list:
Brown Sugar - Start Me Up - You Got Me Rocking - Don't Stop - Bitch - Angie - You Can't Always Get What You Want - Can't You Hear Me Knocking - Tumbling Dice -
Thru And Thru - Before They Make Me Run - Sympathy For The Devil - I Just Wanna Make Love To You - Street Fighting Man - Midnight Rambler - Gimme Shelter - It's Only Rock'n'Roll - Honky Tonk Women - Satisfaction.

Das Raumschiff "Rolling Stones" landete in Wien 

von Günter Felbermayer

Wien hörte die Greatest Hits der "Rock-Opas" und staunte über die gelassene und "brave" Stimmung im Publikum.

WIEN (gf/ag.). Die Rolling Stones haben am Mittwoch Abend Wien die Ehre gegeben. Und schon vor dem Konzert konnte man diesem Event nicht ausweichen. Es könnte ja das letzte Konzert sein, das man in Österreich von den "Rock-Opas" bestaunen kann. Dieses "Must" machte allerdings schon vor dem Konzert in Zeltweg vor neun Jahren die Runde. Sie kommen also wieder und wieder. Jedenfalls rockten sie gestern das Ernst-Happel-Stadion, rund 60.000 Fans feierten mit. In einer fast zweieinhalbstündigen Show machten sie ihrem Namen "größte Rock'n'Roll-Band der Welt" alle erdenkliche Ehre.

Opener "Brown Sugar"

Schon der Opener "Brown Sugar" brachte das Stadion zum Beben (obwohl die Soundanlage mehr "Saft" vertragen hätte), Erinnerungen an ach so gute Zeiten konnten nicht verhehlt werden. Obwohl ein großer Teil des Publikums aus sehr jungen Leuten bestand, die die besten Zeiten der Stones nur aus Büchern und Erzählungen kennen. Weiter im Programm gings mit dem alten Hadern "Start me Up", beherzt gespielt.

Feuerspeiende Bühne

Richtig Stimmung im Publikum kam aber erst nach gut einer halben Stunde auf: Der Klassiker "Sympahty for the Devil" stand auf dem Programm - dem Publikum wurde nicht nur durch die plötzlich feuerspeiende Bühne heiss. Trockeneis, Feuersäulen und Projektionen der Bühnentechniker gestalteten die Darbietung dieser Nummer als unvergessliches Event. Diese Bühne ist im übrigen eine Erwähung wert: Eine Konstruktion einem Raumschiff gleich, das im Stadion gestrandet ist, mit auswechselbaren Hintergrundelementen und einer 600 Quadratmeter großen schwenkbaren Videowall.

House-Beats...

Überraschung im Mittelteil des Konzerts: Plötzlich klangen House-Beats von "St. Germain" von der verlassenen Bühne - böse Zungen würden behaupten, dass gerade hier die beste Stimmung des Konzerts geherrscht hat - kollektives Tanzen auf der Tanzfläche des abgedeckten Stadion-Rasens.

Blues-Raritäten

Danach wurde ein kleines Podest inmitten des Stadions zur großen Bühne. Die Stones geigten in bester Blues-Manier auf und zelebrierten alte Raritäten wie "Street Fighting Man".

"I can't get no..."

Die Stimmung im Publikum stieg um Potenzen nach der Rückkehr auf die Hauptbühne, wo wieder dem Rock'nRoll gehuldigt wurde. Eine alles andere als langweilige Fassung von "Satisfaction" beendete mit einem Confetti-Regen den regulären Teil, "Jumping Jack Flash" ging als leider einzige Zugabe in minutenlange Ovationen über, die leider nicht durch eine weiter Zugabe belohnt wurden, aber immerhin wurde noch ein kleines Feuerwerk gezündet.

"Braves" Publikum

Alles in allem ein gelungenes Greatest Hits-Konzert, genau was die Fans der Band verlangt hatten. Kritik am Rande: Die Lautsprecheranlage war zwar visuell beeindruckend, hätte aber etwas mehr Power vertragen. Über die akustischen Verhältnisse in Stadien kann man sowieso streiten. Mitunter hätte man auch meinen können, dass sich das Publikum etwas "fadisiert", jedenfalls hat man bei Konzerten in Wien schon beherzteres Mitgehen der Konzertbesucher erleben können.

Punktum: Danke für "das allerletze Konzert in Österreich, das man auf jeden Fall gesehen haben muss" und bis zum nächsten Mal, liebe Rolling Stones, wenn ihr Wien wieder beehrt. Die "Rock-Opas" muss man ja mal gesehen haben. 

All photos from Zolles from Ernst Halle Stadion

 

 

 

 

 

 

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